Der Spagat zwischen Tradition und Innovation

Jakob Bäder

Tradition

In unserer Familie gibt es Weinbau seit 1699

Wobei Weinbau nur ein Teil der landwirtschaftlichen Ausrichtung war. Die Schwerpunkte wurden von den einzelnen Generationen unterschiedlich gesetzt.

Ausschließlich Weinbau betreibt die Familie Bäder seit 3 Generationen.

Jakob Bäder (1893-1989) war Winzer aus Leidenschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft es 1.WK widmete er sich dieser Leidenschaft intensiv. Die Kundschaft setzte sich sowohl aus entfernter Verwandschaft und Bekanntschaft als auch aus Direktverkäufen an den Werkstoren größerer Firmen zusammen. Er fuhr mit dem LKW zu den entsprechenden Firmen in Oberberg und im Ruhrgebiet und bot seine Weine den Arbeitern an den Werkstoren rechtzeitig zum „Zahltag“ auf dem Weg in den Feierabend an.

Oswald Bäder, sein Sohn, kehrte erst im Dezember 1949, als 22 Jähriger aus einer 5jährigen russischen Kriegsgefangenschaft zurück. Obwohl durch den Krieg und die Gefangenschaft ein Bruch in Weinbau und Vermarktung entstanden war, bauten Vater und Sohn zusammen mit ihren Frauen die Vorkriegskontakte weit genug aus, um 1968, nach nur 18 Jahren aus der Ortslage in die Weinberge, aussiedeln und den Weinbau in größerem Umfang betreiben zu können. Ich,

Bernd Bäder, stieg 1972, nach Beendigung der Ausbildung, als Enkel und dritte Generation in den Familienbetrieb mit ein, so dass wir mit fünf Familienmitglieder in Eigenarbeit den Betrieb erfolgreich weiter voranbringen konnten. Ende der 1980er Jahre, Anfang der 1990er Jahre verstarben innerhalb von wenigen Jahren sowohl mein Großvater Jakob Bäder im Alter von 95 Jahren als auch meine Eltern. In der Folgezeit habe ich mit großem Einsatz den Betrieb weiterentwickelt.

Alexander Bäder, mein Sohn, ist seit Abschluß der Ausbildung zum „Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft“ im August 2009 mit dabei. Der Übergang in die 4. Winzergeneration ist also geschafft.

Innovation

Als sogenannter Familienbetrieb haben wir uns nach dem Krieg rasant entwickelt. In der Zeit nach 1990 haben ähnlich strukturierte Weingüter, bedingt durch Mechanisierung und Rationalisierung gleichgezogen. Nichtsdestotrotz gab es in unserer Familie immer schon den Mut zum Experimentieren und die Probierlust, noch kaum gesetzte Trends „vorauszuahnen“ – mit ein bisschen Glück hatten wir die Nase bei vielen Innovationen im Weinbau des 20. und 21. Jahrhunderts ganz vorn.

In den 1920ern baute Jakob die damals noch unbekannte neue Weißweinsorte Müller-Thurgau an.

In die 1950ern veränderten Jakob und Oswald die Zeilenbreite der Weinberge, um mit dem Traktor arbeiten zu können. Gleichzeitig probierte Oswald die noch kaum bekannte Methode der weinsterilen Abfüllung von restsüßen Weinen aus. Er kreierte genau den Weinstil, der bis heute die meisten Bäderweine auszeichnet: Weine mit einem aromaunterstützenden Fruchtzuckergehalt oder „dienenden Süße“.

In den 1960ern stieg die Familie als eine der wenigen Winzer an der Nahe in größerem Umfang in den Rotweinausbau ein.

In den 1970ern begann die Familie mit dem Anbau der damals noch unbekannten Rebsorte Dornfelder. 1979 Start mit Winzersekt aus dem Jahrgang 1978 nach der Champagner-Methode.

Mitte der 1980er Jahre gab es erste Versuche mit dem kleinen, auch Barrique genannten Fass zum Ausbau trockener Rotweine. Ende der 1990er, als Prosecco noch nicht in Mode war, brachten wir die „Leichte Perle“ ins Programm. Sie ist bis heute mit dem niedrigen Alkoholgehalt und vollen Aroma unerreicht.

Ende der 1. Dekade dieses Jahrtausends hat Alexander als Kellermeister mit seinem Gewürztraminer halbtrocken und der Kreation des Premium Rotweines „Terra Sigilata“ trocken die Tradition der Innovationen fortgesetzt.

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